Kopenhagen: 8 Abenteuer, die man erlebt haben muss

Kopenhagen ist eine dieser Städte, die man schwer erklären kann, bevor man dort war. Sie wirkt entspannt und ruhig, aber gleichzeitig steckt überall Abenteuer drin. Zwischen historischen Kanälen, modernen Hafenvierteln und kleinen Cafés fühlt sich die Stadt eher wie ein riesiger Outdoor-Spielplatz an als wie eine klassische Hauptstadt.

Und genau das macht Kopenhagen besonders. Du kannst morgens mit dem Fahrrad durch eine der fahrradfreundlichsten Städte der Welt fahren, mittags kostenlos Kajak durch den Hafen paddeln und abends mit Pizza am Strand sitzen. Wenn du denkst, Kopenhagen wäre nur hübsch, warte kurz.

Was Kopenhagen so besonders macht

Kopenhagen gilt als eine der lebenswertesten Städte Europas und ist weltweit bekannt für ihre Fahrradkultur, nachhaltige Architektur und den extrem sauberen Hafen. Tatsächlich ist das Wasser inzwischen so sauber, dass es mehrere Hafenbäder mitten in der Stadt gibt.

Die Stadt verbindet Dinge, die normalerweise nicht zusammenpassen:
Großstadt, Natur, Design, Wasser, Ruhe und Abenteuer.

Außerdem ist vieles überraschend nah beieinander. Genau deshalb eignet sich Kopenhagen perfekt, um die Stadt aktiv zu erleben statt einfach nur Sehenswürdigkeiten abzuhaken.


Die 8 Abenteuer in Kopenhagen

1. Nyhavn bei Sonnenaufgang erleben

Nyhavn ist wahrscheinlich der bekannteste Ort der Stadt. Die bunten Häuser stammen teilweise aus dem 17. Jahrhundert und früher war das Viertel ein geschäftiger Handelshafen mit Seemännern, Kneipen und kleinen Tavernen. Heute wirkt es fast wie eine Filmkulisse. Der Hafen liegt im Stadtteil Indre By, also mitten im historischen Zentrum Kopenhagens.

2. Mit kleinen Booten durch die Kanäle fahren

Eine Kanaltour gehört eigentlich zu den Dingen, die man in Kopenhagen gemacht haben muss. Aber statt der großen Touristenboote fand ich einen kleineren Anbieter viel cooler: heycaptain! Das fängt ab 30€ pro Person an, hat sich aber meiner Meinung nach gelohnt.

Es gibt verschiedene Touren, du fährst beispielsweise vorbei an:

  • Nyhavn
  • der modernen Oper
  • dem Viertel Christianshavn
  • alten Industriehäfen
  • futuristischen Wohnhäusern rund um Nordhavn

Mit der Copenhagen Card kannst du ansonsten auch Boot fahren. Und es gibt sogar eine öffentliche Hafenfähre, du super günstig genutzt werden kann.

3. Kostenlos Kajak fahren und dabei Müll sammeln

Das hier ist eines meiner Lieblingskonzept in Kopenhagen. Die NGO GreenKayak wurde 2017 in Kopenhagen gegründet. Die Idee: Du bekommst kostenlos ein Kajak und sammelst während deiner Tour Müll aus dem Hafen. Heute gibt es GreenKayak bereits in mehreren Ländern Europas. Allein in Aarhus und Kopenhagen wurden dadurch schon über zehn Tonnen Müll aus dem Wasser gesammelt.

Besonders spannend: Der Hafen von Kopenhagen gilt inzwischen als so sauber, dass man darin schwimmen kann. Die besten Spots dafür liegen rund um:

  • Christianshavn
  • Kalvebod Brygge
  • Islands Brygge

4. Pizza am Amager Strand essen

Einer meiner Lieblingsmomente in Kopenhagen war scheinbar unspektakulär. Pizza holen. An den Strand setzen. Sonnenuntergang anschauen. Der Stadtteil Amager fühlt sich teilweise gar nicht mehr wie Hauptstadt an. Vor allem rund um den Amager Strandpark bekommst du plötzlich dieses Gefühl aus Sommerurlaub und Großstadt gleichzeitig. Für Pizza direkt am Wasser fanden wir die Pizzeria Cibo ziemlich cool, das ist direkt fußläufig.

5. Tivoli bei Nacht erleben

Der Tivoli Gardens wurde bereits 1843 eröffnet und gehört damit zu den ältesten Freizeitparks der Welt. Man sagt sogar, dass Walt Disney sich hier Inspiration für Disneyland geholt hat. Tagsüber ist der Tivoli schon schön, aber nachts wird der Ort komplett magisch. Tausende Lichter, Musik und die alten Fahrgeschäfte machen den Park eher zu einer kleinen Fantasiewelt mitten in der Stadt. Direkt daneben liegt übrigens auch die Tivoli Food Hall. Und das faszinierende: Der Park liegt genau neben dem Hauptbahnhof.

Übrigens: Es gibt Tickets nur für den Eintritt, und Combo-Tickets für Eintritt und Fahrgeschäfte. Tickets für die Fahrgeschäfte können aber auch einzeln erworben vor Ort werden.

6. Durch die Food Markets probieren

Kopenhagen hat eine unglaublich starke Food-Szene. Besonders spannend fand ich:

Vor allem Reffen ist mehr als nur ein Food Market. Das Gelände liegt in einem alten Industriegebiet direkt am Hafen und fühlt sich fast wie ein kleines Festival an. Dort gibt es über 50 Foodstände aus aller Welt. Ich empfehle dir, eine Fahrradtour dorthin zu machen.

In Kopenhagen solltest du unbedingt ein typisch dänisches Smørrebrød und einen dänischen Hotdog probieren. Smørrebrød ist das berühmte belegte Roggenbrot aus Dänemark, oft mit Lachs, Kartoffeln, Fischfilet oder Roastbeef belegt und inzwischen fast schon kleine Kunst auf einem Brot. Der dänische Hotdog gehört genauso zur Stadt dazu und wird meist mit knackiger Wurst, eingelegten Gurken, Röstzwiebeln, Senf, Ketchup und Remoulade serviert. Besonders bekannt ist die rote „Rød Pølse“, die du an vielen kleinen Streetfoodständen in Kopenhagen findest.

7. Kopenhagen mit dem Fahrrad entdecken

Kopenhagen ohne Fahrrad fühlt sich fast falsch an. Die Stadt gilt weltweit als Vorbild für Fahrrad-Infrastruktur. Es gibt breite Fahrradstraßen, eigene Brücken und teilweise mehr Fahrräder als Autos.

Gerade Viertel wie:

  • Nørrebro
  • Vesterbro
  • Christianshavn
  • Østerbro

entdeckst du am besten einfach spontan mit dem Fahrrad. Und ehrlich: Genau dann fühlt man sich am meisten wie ein Local. Wir haben unsere Fahrräder im MEININGER geliehen (100 Kronen für einen halben Tag ab 15 Uhr / 150 Kronen für einen ganzen Tag)

8. Die Café-Kultur in Nørrebro erleben

Wenn du Cafés liebst, wirst du Nørrebro feiern. Das Viertel gilt als eines der kreativsten und entspanntesten Viertel Kopenhagens. Überall findest du kleine Cafés, Designläden und ruhige Straßen mit richtig entspannter Atmosphäre.

Besonders beliebt sind:

Vor allem rund um die Jægersborggade fühlt sich Kopenhagen plötzlich eher wie ein kleines kreatives Dorf an. In Kopenhagen musst du eigentlich zwei Dinge machen: richtig guten Specialty Coffee trinken und dich komplett durch die skandinavische Bakery-Kultur probieren. Die Stadt ist dafür inzwischen weltberühmt. Viele der besten Bäckereien wurden sogar von ehemaligen Köchen aus der Noma-Szene gegründet. Das hier solltest du unbedingt probieren:

Kardemommesnurre: Die berühmte Kardamom-Schnecke. Für viele DAS Gebäck aus Kopenhagen. Weniger süß als Zimtschnecken, dafür würziger und buttriger. Besonders bekannt ist sie bei Juno the bakery.

Kanelsnegl: Die dänische Zimtschnecke. Außen leicht knusprig, innen weich und klebrig. Ein Klassiker in fast jedem Café. Besonders legendär bei Skt. Peders Bageri. Dort verkaufen sie mittwochs tausende davon.

Tebirkes: Ein buttriges Blätterteiggebäck mit Mohn oben drauf und oft Marzipanfüllung innen. Sehr typisch dänisch und etwas, das viele Touristen gar nicht kennen.


Unterkunft in Kopenhagen

Wir waren im MEININGER Hotel Copenhagen. Für einen Städtetrip fanden wir die Lage echt praktisch, weil man schnell am Hauptbahnhof, bei Tivoli und gleichzeitig relativ schnell am Wasser ist. Hier gibt es Hotelfeeling zu Hostelpreisen.


Was viele vor Kopenhagen unterschätzen

Kopenhagen ist teuer. Aber gleichzeitig gibt es überraschend viele kostenlose Dinge:

  • kostenlose Kajaks
  • kostenlose Hafenbäder
  • viele öffentliche Plätze direkt am Wasser
  • Fahrradfahren statt Metro
  • kostenlose Aussichtspunkte und Spazierwege entlang des Hafens

Gerade dadurch fühlt sich die Stadt viel zugänglicher an, als viele denken.


Wie du deinen Städtetrip planen kannst

Tag 1: Anreise & Spaziergang durch Innenstadt mit Nyhavn
Tag 2: Fahrradtour, Street Food Market, Bootstour, Sonnenuntergang am Amanger Strand
Tag 3: Kayak fahren & Tivoli

Fazit: Hamburg neu erleben

Kopenhagen hat mir gezeigt, dass ein Städtetrip gleichzeitig entspannt, kreativ und voller kleiner Abenteuer sein kann. Zwischen bunten Häusern in Nyhavn, Fahrrädern an jeder Ecke, Sonnenuntergang am Amager Strandpark und Zimtschnecken in den kleinen Cafés fühlt sich die Stadt gleichzeitig modern und unglaublich entschleunigt an. Genau das macht Kopenhagen für mich besonders: Du kannst morgens mit dem Kayak durch die Kanäle fahren, mittags Streetfood auf Reffen essen und abends im Tivoli Gardens zwischen Lichtern und Achterbahnen stehen. Die Stadt zeigt, dass Abenteuer nicht immer laut oder weit weg sein müssen. Manchmal reicht ein Fahrrad, ein offener Nachmittag und das Gefühl, einfach loszuziehen.

Hey, ich bin Nele!

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